Kurz gesagt: Das Scarlett 2i2 der vierten Generation ist ein 2-in/2-out-Interface mit zwei Mikrofonvorverstärkern und bis zu 69 dB Verstärkung. Auto Gain stellt den Pegel automatisch ein, Clip Safe verhindert Übersteuerungen. Ideal für zwei Mikrofone, Podcasts zu zweit und Musiker mit Gesang und Instrument.

Steckbrief
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Hersteller | Focusrite |
| Eingänge | 2 × XLR-Mikrofon, 2 × Klinke (Line/Instrument) |
| Ausgänge | 2 × symmetrische Klinke (TRS), 1 × Kopfhörer |
| Gain-Bereich | 69 dB (Mikrofon/Line), 62 dB (Instrument) |
| Auflösung | 24 Bit / 44,1–192 kHz |
| Dynamikumfang | 116 dB Mikrofoneingang, 120 dB Line-Ausgang |
| Extras | Auto Gain, Clip Safe, Air, Phantomspeisung pro Kanal |
| Gewicht | 595 g |
Was ist das Scarlett 2i2 4th Gen?
Das 2i2 ist seit Jahren das bekannteste Modell der Scarlett-Reihe. Der Name sagt, was es kann: zwei Eingänge, zwei Ausgänge. Mit der vierten Generation hat Focusrite 2023 fast alles überarbeitet – Vorverstärker, Wandler, Kopfhörerverstärker und Bedienung. Laut Focusrite hat die neue Reihe bessere technische Daten als jede Generation zuvor.
Ein Audio-Interface ist eine externe Soundkarte für Aufnahmen. Das 2i2 richtet sich an alle, die zwei Signale gleichzeitig aufnehmen wollen: zwei Mikrofone für einen Podcast zu zweit, Gesang plus Gitarre oder ein Stereo-Keyboard. Wenn du nur ein Mikrofon brauchst, ist das Scarlett Solo 4th Gen die kompaktere Wahl.
Ausstattung und Technik
Die beiden Mikrofonvorverstärker bieten bis zu 69 dB Verstärkung – deutlich mehr als die 56 dB der dritten Generation. Das ist wichtig für leise dynamische Mikrofone wie das Shure SM7B, die viel Gain brauchen. Die Phantomspeisung lässt sich jetzt pro Kanal schalten, sodass du ein Kondensator- und ein dynamisches Mikrofon problemlos kombinierst.
Die wichtigsten Daten im Vergleich zur dritten Generation:
| Merkmal | 3rd Gen | 4th Gen |
|---|---|---|
| Gain Mikrofon | 56 dB | 69 dB |
| Dynamik Mikrofon | 111 dB | 116 dB |
| Dynamik Line-Ausgang | 108,5 dB | 120 dB |
| Dynamik Kopfhörer | 104 dB | bis 115 dB (300 Ohm) |
| Phantomspeisung | gemeinsam für beide Kanäle | pro Kanal |
| Auto Gain / Clip Safe | nein | ja |
Die Wandler stammen laut Focusrite aus der professionellen RedNet-Serie. Unterstützt werden Abtastraten von 44,1 bis 192 kHz bei 24 Bit. Der Kopfhörerausgang liefert laut Datenblatt 32 mW an 33 Ohm und soll auch hochohmige Studiokopfhörer gut antreiben. Strom bezieht das Interface über USB-C.
Auto Gain und Clip Safe
Zwei neue Funktionen machen die Bedienung deutlich einfacher. Bei Auto Gain drückst du eine Taste und singst, sprichst oder spielst etwa zehn Sekunden lang. Das Interface stellt den Pegel dann automatisch ein. Für Einsteiger, die mit der richtigen Aussteuerung kämpfen, ist das eine große Hilfe.
Clip Safe überwacht den Pegel laut Focusrite bis zu 96.000-mal pro Sekunde und senkt die Verstärkung, bevor das Signal übersteuert. Wenn du also beim Refrain plötzlich lauter wirst, bleibt die Aufnahme sauber. Beide Funktionen lassen sich per Taster an der Front oder über die Software Focusrite Control 2 aktivieren.
Software und Alltag
Der Air-Modus ist überarbeitet und bietet die klassische Variante Presence sowie den neuen, digital arbeitenden Harmonic Drive. Die Gain-Halos zeigen nun auch den Ausgangspegel an. Mit Focusrite Control 2 steuerst du alle Funktionen auch vom Rechner aus, Loopback erlaubt das Aufnehmen des Computertons – nützlich für Streams und Tutorials.
Zum Software-Paket gehören laut Hersteller Ableton Live Lite, drei Monate Pro Tools Artist, die Hitmaker Expansion und ein Testzugang zu LANDR. Für den Anschluss von Studiomonitoren wie den Yamaha HS3 nutzt du die symmetrischen Klinkenausgänge.
Ein Begriff, der dir bei Interfaces oft begegnet, ist Latenz: die Verzögerung zwischen dem Moment, in dem du singst oder spielst, und dem Moment, in dem du dich im Kopfhörer hörst. Läuft das Signal durch den Computer, entsteht je nach Puffergröße eine spürbare Verzögerung. Direct Monitoring umgeht das, indem das Eingangssignal direkt im Interface auf den Kopfhörer gelegt wird. Für Aufnahmen solltest du es deshalb fast immer nutzen.
Worauf du achten solltest
Die Anschlüsse sind bei der vierten Generation anders verteilt als früher: Laut Spezifikationsvergleich sitzen die XLR-Eingänge hinten, die Klinkeneingänge für Instrumente vorn. Steckt ein Instrument vorn, wird der zugehörige Mikrofoneingang deaktiviert. Plane das bei deinem Setup ein.
Mit 595 Gramm ist das 2i2 etwas schwerer und größer als sein Vorgänger, steht aber weiterhin bequem auf dem Schreibtisch.
Für Podcasts zu zweit ist das 2i2 eine runde Lösung: Jede Person bekommt ein Mikrofon und einen eigenen Kanal, die Pegel lassen sich getrennt einstellen. Wenn beide Sprecher Kopfhörer brauchen, benötigst du allerdings einen Kopfhörer-Splitter oder einen kleinen Kopfhörerverstärker, da das Interface nur einen Kopfhörerausgang hat.
Für wen lohnt sich das 2i2 4th Gen?
Das 2i2 passt zu dir, wenn du zwei Mikrofone oder Mikrofon plus Instrument gleichzeitig aufnehmen willst und von Auto Gain, Clip Safe und viel Verstärkung profitierst. Es ist eine solide Basis für Homestudio, Podcast und Streaming.
Alternativen mit ähnlicher Ausrichtung sind das MOTU M2 mit Pegelanzeige auf einem Farbdisplay und das Audient EVO 4 mit Smartgain. Weitere Modelle findest du in der Kategorie Audio-Interfaces.
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Häufige Fragen
Was macht Auto Gain?
Du drückst die Taste und gibst etwa zehn Sekunden lang ein Signal. Das Interface stellt den Eingangspegel dann automatisch ein.
Reicht das 2i2 für ein Shure SM7B?
Mit bis zu 69 dB Verstärkung hat es laut Datenblatt deutlich mehr Reserve als die dritte Generation. Bei sehr leisen Stimmen kann ein Inline-Vorverstärker trotzdem helfen.
Kann ich zwei Mikrofone gleichzeitig aufnehmen?
Ja, das 2i2 hat zwei Mikrofonvorverstärker mit jeweils schaltbarer Phantomspeisung.
Braucht das 2i2 ein Netzteil?
Nein, es wird über USB-C mit Strom versorgt.
Quellen
- Soundref: Scarlett 2i2 3rd Gen vs. 4th Gen – Spezifikationen
- Synthtopia: Focusrite Launches Scarlett 4th Generation
- Premier Guitar: Focusrite Scarlett 4th Gen
- Produktangaben bei Amazon
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Focusrite Scarlett Solo 4th Gen: Kompaktes Interface mit 120 dB Dynamik und Loopback
Shure SM7B: Das dynamische Broadcast-Mikrofon für Podcast, Stream und Gesang
Yamaha HS3: Die kleinsten Monitore der HS-Serie für den Schreibtisch
MOTU M2: Kompaktes 2×2-Interface mit ESS-Wandler, Farbdisplay und Loopback
Focusrite Scarlett Solo 3rd Gen: Das kompakte USB-C-Interface mit Air-Modus
Behringer UMC202HD: 2×2-Interface mit zwei MIDAS-Vorverstärkern und 192 kHz
Behringer UMC22: Das Einsteiger-Interface mit MIDAS-Vorverstärker- M-Audio M-Track Solo: Einsteiger-Interface für ein Mikrofon und ein Instrument
Audient EVO 4: Das einfache 2×2-Interface mit Smartgain und Loopback