Kurz gesagt: Das EVO 4 von Audient ist ein kompaktes USB-C-Interface mit zwei Mikrofonvorverstärkern und bis zu 58 dB Verstärkung. Smartgain stellt den Pegel automatisch ein, Loopback hilft bei Streams und Podcasts. Bedient wird alles über einen großen Drehregler und wenige Tasten.

Steckbrief
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Hersteller | Audient |
| Eingänge | 2 × XLR/Klinke-Kombi (hinten), 1 × Instrument (vorn) |
| Ausgänge | 2 × Line, 1 × Kopfhörer (6,35 mm) |
| Gain-Bereich | bis 58 dB |
| Auflösung | bis 96 kHz |
| Anschluss | USB-C |
| Extras | Smartgain, Loopback, Phantomspeisung pro Kanal |
Was ist das Audient EVO 4?
Audient aus Großbritannien ist vor allem für große Studiomischpulte bekannt. Mit der EVO-Reihe bringt der Hersteller sein Know-how in kompakte, bewusst einfach gehaltene Interfaces. Das EVO 4 ist das kleinste Modell mit zwei Eingängen und zwei Ausgängen.
Das Bedienkonzept unterscheidet sich von vielen Konkurrenten: Statt mehrerer Regler gibt es einen großen Drehregler und einige Tasten auf der Oberseite. Damit wählst du, ob du gerade Eingangspegel, Lautstärke oder Monitoring einstellst. Viele Amazon-Kunden haben das EVO 4 bewertet.
Ausstattung und Technik
Auf der Rückseite sitzen zwei Kombibuchsen für Mikrofon oder Line-Signal. Die Phantomspeisung ist laut MusicTech pro Kanal schaltbar, die beiden Eingänge lassen sich als Stereopaar oder als zwei unabhängige Monokanäle nutzen. Vorn gibt es zusätzlich einen Instrumenteneingang, der Kanal 1 übernimmt – Gitarre einstecken, fertig.
Die wichtigsten Merkmale laut MusicTech:
- Zwei EVO-Mikrofonvorverstärker mit bis zu 58 dB Verstärkung
- Abtastraten bis 96 kHz
- Kopfhörerausgang vorn (6,35 mm), laut MusicTech überraschend kräftig
- Loopback: ein interner Stereobus, der Computerton als Eingang bereitstellt
- Monitoring wahlweise nur Eingang, nur Computer oder als stufenlose Mischung, mit Panorama pro Kanal
- USB-C für Mac, Windows und iOS
Ein Detail, das du kennen solltest: Sobald Kopfhörer stecken, schaltet das EVO 4 die Line-Ausgänge stumm. Kopfhörer und Lautsprecher gleichzeitig zu nutzen, geht also nicht.
Smartgain: automatische Pegeleinstellung
Die Besonderheit des EVO 4 ist Smartgain. Du drückst die grüne Taste, sprichst, singst oder spielst eine Weile, und das Interface misst das Signal und stellt die Verstärkung automatisch ein. Danach schaltet sich die Funktion wieder ab.
MusicTech beschreibt Smartgain als hilfreich für Einsteiger, merkt aber an, dass die Automatik mehr Reserve lässt, als der Autor selbst gewählt hätte, und dass sie nicht viel schneller sei als das manuelle Einstellen. Für alle, die mit Pegeln noch unsicher sind, nimmt sie trotzdem eine Fehlerquelle weg.
Ein praktischer Ablauf mit Smartgain: Mikrofon anschließen, bei Kondensatormikrofonen Phantomspeisung aktivieren, Smartgain starten und so laut sprechen oder singen, wie du es in der Aufnahme tun wirst. Wenn du flüsterst, während die Automatik misst, wird der Pegel später zu hoch – die Messung sollte also realistisch sein.
Klang und Alltag
MusicTech beschreibt Vorverstärker und Wandler als sauber und unverfärbt, mit für die Preisklasse guter Definition. Das Bedienkonzept ohne Software-Mixer sei einfach, ohne simpel zu sein. Als Wunsch nennt die Redaktion eine eigene Stummschalttaste für die Ausgänge. Das sind fremde Einschätzungen, keine eigenen Messungen.
Besonders praktisch ist der Betrieb am iPad: Laut MusicTech läuft das EVO 4 direkt am USB-C-Port eines iPad Pro und wird von diesem mit Strom versorgt. Andere iOS-Geräte brauchen einen Adapter und einen aktiven USB-Hub. Das Gehäuse mit Soft-Touch-Oberfläche und Gummifüßen steht rutschfest auf dem Tisch.
Loopback macht das EVO 4 laut MusicTech besonders interessant für Gaming-Aufnahmen, Tutorials, Podcasts und YouTube – Stimme und Computerton landen gemeinsam in der Aufnahme.
Ein Grundprinzip gilt für jedes Interface: Stell die Eingangsverstärkung so ein, dass deine lautesten Passagen deutlich unter der Übersteuerungsgrenze bleiben. Bei 24 Bit hast du so viel Reserve nach unten, dass eine etwas leisere Aufnahme kein Problem ist – du hebst sie später einfach an. Übersteuerte Spitzen dagegen klingen verzerrt und lassen sich nicht mehr reparieren. Behalte dabei die Pegelanzeige im Blick und mache vor jeder wichtigen Aufnahme einen kurzen Probedurchlauf.
Worauf du achten solltest
Wenn du parallel über Kopfhörer und Lautsprecher abhören willst, ist das automatische Stummschalten der Ausgänge eine Einschränkung. Und mit 58 dB Verstärkung ist die Reserve für sehr leise dynamische Mikrofone wie das Shure SM7B begrenzt. Für Kondensatormikrofone wie das Audio-Technica AT2020 oder lautere dynamische Modelle reicht sie in der Regel aus.
Abtastraten über 96 kHz unterstützt das EVO 4 nicht. Für die allermeisten Projekte spielt das keine Rolle.
Für wen lohnt sich das EVO 4?
Das EVO 4 passt zu dir, wenn du ein kompaktes, leicht verständliches Interface mit zwei Eingängen suchst, Smartgain als Hilfe schätzt und Loopback für Streams oder Podcasts nutzen willst. Auch am iPad Pro ist es eine elegante Lösung.
Alternativen sind das Focusrite Scarlett 2i2 4th Gen mit mehr Verstärkung und das MOTU M2 mit Farbdisplay und MIDI. Weitere Modelle findest du in der Kategorie Audio-Interfaces.
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Häufige Fragen
Was ist Smartgain?
Eine Automatik, die den Eingangspegel misst und die Verstärkung selbst einstellt. Du startest sie per Tastendruck.
Hat das EVO 4 Loopback?
Ja, ein interner Stereobus stellt den Computerton als Eingang bereit – praktisch für Streams und Podcasts.
Kann ich Kopfhörer und Monitore gleichzeitig nutzen?
Nein. Laut MusicTech schaltet das EVO 4 die Line-Ausgänge stumm, sobald Kopfhörer eingesteckt sind.
Funktioniert das EVO 4 am iPad?
Ja, am iPad Pro mit USB-C sogar ohne zusätzliche Stromversorgung. Andere iOS-Geräte brauchen Adapter und aktiven Hub.
Quellen
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Shure SM7B: Das dynamische Broadcast-Mikrofon für Podcast, Stream und Gesang
Focusrite Scarlett 2i2 4th Gen: Zwei Vorverstärker mit Auto Gain und Clip Safe
MOTU M2: Kompaktes 2×2-Interface mit ESS-Wandler, Farbdisplay und Loopback- M-Audio M-Track Solo: Einsteiger-Interface für ein Mikrofon und ein Instrument
Behringer UMC202HD: 2×2-Interface mit zwei MIDAS-Vorverstärkern und 192 kHz
Focusrite Scarlett Solo 4th Gen: Kompaktes Interface mit 120 dB Dynamik und Loopback
Behringer UMC22: Das Einsteiger-Interface mit MIDAS-Vorverstärker
Focusrite Scarlett Solo 3rd Gen: Das kompakte USB-C-Interface mit Air-Modus