Kurz gesagt: Das MOTU M2 ist ein kompaktes Audio-Interface mit zwei Eingängen, das mit ESS-Sabre32-Wandlern und 120 dB Dynamikumfang wirbt. Ein Farbdisplay zeigt die Pegel, Loopback und MIDI sind an Bord. Für Homestudio, Podcast und Streaming mit hohen Ansprüchen an Wandlung und Übersicht.

Steckbrief
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Hersteller | MOTU |
| Eingänge | 2 × XLR/Klinke-Kombi (Mikrofon/Line/Hi-Z) |
| Ausgänge | 2 × Line, 1 × Kopfhörer |
| Wandler | ESS Sabre32 Ultra (D/A) |
| Dynamikumfang | 120 dB (Herstellerangabe) |
| Auflösung | 44,1 bis 192 kHz |
| Anschluss | USB-C, Bus-Powered |
| Extras | Farbdisplay, Loopback, MIDI In/Out, Phantomspeisung pro Kanal |
Was ist das MOTU M2?
MOTU aus den USA baut seit Jahrzehnten Audio-Interfaces für Profistudios. Mit der M-Serie hat der Hersteller 2019 kompakte Geräte für Homestudios vorgestellt, das M2 ist das kleinere der beiden Modelle. Es richtet sich an Musiker, Podcaster und Streamer, die zwei Signale aufnehmen wollen und Wert auf hochwertige Wandler legen.
Ein Audio-Interface ist eine externe Soundkarte: Es versorgt Mikrofone, verstärkt deren Signal, wandelt es um und gibt den Ton an Kopfhörer und Lautsprecher aus. Viele Amazon-Kunden haben das M2 bewertet.
Ausstattung und Technik
Das M2 hat zwei Kombi-Eingänge für Mikrofon, Line-Signal oder Gitarre (Hi-Z). Die 48-Volt-Phantomspeisung lässt sich pro Kanal schalten – praktisch, wenn du ein Kondensator- und ein dynamisches Mikrofon kombinierst.
Für die Ausgabe setzt MOTU auf den ESS Sabre32 Ultra, einen Wandlerchip, der sonst eher in hochwertigen Hi-Fi-Geräten steckt. Laut Hersteller erreicht das M2 einen Dynamikumfang von 120 dB. Der gleiche Wandler versorgt auch den Kopfhörerausgang. Unterstützt werden Abtastraten von 44,1 bis 192 kHz.
Die wichtigsten Merkmale im Überblick:
- Farbdisplay auf der Front mit Pegelanzeigen für Ein- und Ausgänge
- Loopback-Kanäle für Livestreams und Podcasts
- MIDI-Ein- und Ausgang für Keyboards und Synthesizer
- Direct Monitoring in Mono oder Stereo
- USB-C, Bus-Powered, kompatibel mit USB-A-Anschlüssen
- Metallgehäuse
Die Round-Trip-Latenz gibt MOTU mit 2,5 Millisekunden bei 32 Samples Puffer und 96 kHz an. Das ist die Verzögerung, die entsteht, wenn ein Signal durch den Computer und wieder heraus läuft – je niedriger, desto direkter fühlt sich das Einspielen an.
Display und Loopback im Alltag
Das Farbdisplay ist im Alltag ein großer Vorteil. Statt kleiner LEDs siehst du echte Pegelanzeigen für beide Eingänge und die Ausgänge. So erkennst du sofort, ob deine Stimme zu leise ist oder kurz vor der Übersteuerung steht – ohne auf den Bildschirm des Computers zu schauen.
Loopback bedeutet, dass das Interface den Ton des Computers als zusätzliches Eingangssignal bereitstellt. Für Streamer heißt das: Spielton, Musik und Mikrofon lassen sich gemeinsam in OBS oder einem Videocall nutzen, ohne Zusatzsoftware. Auch für Tutorials und Podcasts mit eingespielten Clips ist das nützlich.
Für Videocalls kannst du Loopback ebenfalls nutzen, etwa um Gesprächspartnern Musik oder Videoclips vorzuspielen, ohne dass der Ton über Lautsprecher und Mikrofon wieder eingefangen wird. Achte darauf, in deiner Software die richtigen Kanäle auszuwählen, sonst hören sich Gesprächspartner unter Umständen selbst als Echo.
Software und Kompatibilität
Das M2 arbeitet mit Mac, Windows und iOS. Laut MOTU gehören MOTU Performer Lite und Ableton Live Lite zum Lieferumfang, dazu über 100 Instrumente in Performer Lite und mehr als 6 GB Loops und Samples. MOTU gewährt zwei Jahre Garantie.
Ein typisches Setup: Mikrofon wie das Shure SM7B oder ein Kondensatormikrofon am ersten Eingang, Gitarre oder zweites Mikrofon am zweiten, Studiomonitore wie die Yamaha HS3 an den Line-Ausgängen. Über MIDI lässt sich ein Keyboard direkt anschließen.
Ein Grundprinzip gilt für jedes Interface: Stell die Eingangsverstärkung so ein, dass deine lautesten Passagen deutlich unter der Übersteuerungsgrenze bleiben. Bei 24 Bit hast du so viel Reserve nach unten, dass eine etwas leisere Aufnahme kein Problem ist – du hebst sie später einfach an. Übersteuerte Spitzen dagegen klingen verzerrt und lassen sich nicht mehr reparieren. Behalte dabei die Pegelanzeige im Blick und mache vor jeder wichtigen Aufnahme einen kurzen Probedurchlauf.
Worauf du achten solltest
Das M2 hat einen Kopfhörerausgang. Für zwei Sprecher mit Kopfhörern brauchst du einen Splitter oder einen kleinen Kopfhörerverstärker wie den Behringer HA400. Einen Wert für die maximale Vorverstärkung nennt der zitierte Bericht nicht – wer mit sehr leisen dynamischen Mikrofonen arbeitet, sollte das vor dem Kauf auf der Herstellerseite prüfen.
Die Angabe der Latenz bezieht sich auf einen sehr kleinen Puffer; in der Praxis hängt sie auch von Rechner und Projektgröße ab.
Für wen lohnt sich das MOTU M2?
Das M2 passt zu dir, wenn du zwei Eingänge brauchst, Wert auf hochwertige Wandler und eine übersichtliche Pegelanzeige legst und Loopback oder MIDI nutzen willst. Es ist ein vielseitiges Interface für Musik, Podcast und Stream.
Alternativen in derselben Klasse sind das Focusrite Scarlett 2i2 4th Gen mit Auto Gain und Clip Safe sowie das Audient EVO 4 mit Smartgain. Weitere Modelle findest du in der Kategorie Audio-Interfaces.
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Häufige Fragen
Hat das MOTU M2 Loopback?
Ja, laut MOTU gibt es Loopback-Kanäle für Livestreams und Podcasts.
Welche Wandler nutzt das M2?
Für die Ausgänge den ESS Sabre32 Ultra. MOTU gibt 120 dB Dynamikumfang an.
Hat das M2 MIDI?
Ja, MIDI-Ein- und Ausgang sind vorhanden.
Funktioniert das M2 am iPad?
MOTU nennt Kompatibilität mit Mac, Windows und iOS.
Quellen
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Shure SM7B: Das dynamische Broadcast-Mikrofon für Podcast, Stream und Gesang
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Focusrite Scarlett 2i2 4th Gen: Zwei Vorverstärker mit Auto Gain und Clip Safe
Audient EVO 4: Das einfache 2×2-Interface mit Smartgain und Loopback
Focusrite Scarlett Solo 4th Gen: Kompaktes Interface mit 120 dB Dynamik und Loopback
Focusrite Scarlett Solo 3rd Gen: Das kompakte USB-C-Interface mit Air-Modus- M-Audio M-Track Solo: Einsteiger-Interface für ein Mikrofon und ein Instrument
Behringer UMC202HD: 2×2-Interface mit zwei MIDAS-Vorverstärkern und 192 kHz
Behringer UMC22: Das Einsteiger-Interface mit MIDAS-Vorverstärker