RØDE PodMic: Dynamisches Podcast-Mikrofon mit integrierter Schwenkhalterung

Kurz gesagt: Das PodMic ist RØDEs dynamisches Mikrofon speziell für Podcasts und Sprache. Die Schwenkhalterung ist fest integriert, sodass du es direkt auf einen Gelenkarm schrauben kannst. Dynamische Mikrofone nehmen weniger Raum auf und sind deshalb ideal für normale Wohnräume.

Steckbrief

MerkmalAngabe
HerstellerRØDE
Typdynamisches Mikrofon, Richtcharakteristik Niere
Frequenzbereich50 Hz–15 kHz (laut Datenblatt)
AnschlussXLR, keine Phantomspeisung nötig
Ausgangsimpedanz320 Ω
Ausstattungintegrierte Schwenkhalterung, interner Poppfilter, interne Schwingungsdämpfung
Gewicht / Maße937 g, 172 × 109 × 62 mm

Was ist das RØDE PodMic?

RØDE hat das PodMic für eine Zielgruppe entwickelt, die in den letzten Jahren enorm gewachsen ist: Podcaster. Statt eines Allround-Studiomikrofons ist es gezielt auf Sprache zugeschnitten und soll sich gut in typische Podcast-Setups einfügen – vom Solo-Format am Schreibtisch bis zur Runde mit mehreren Mikrofonen.

Laut RØDE-Datenblatt ist das PodMic ein dynamisches Mikrofon mit Nierencharakteristik, einem Ganzmetallgehäuse und fest integriertem Schwenkarm. Es wiegt 937 Gramm und misst 172 × 109 × 62 Millimeter. RØDE hat es auf die hauseigenen RØDECaster-Pro-Podcast-Mischpulte abgestimmt, es arbeitet aber an jedem ordentlichen Audio-Interface. Daneben gibt es eine Variante mit USB-Anschluss; dieser Artikel beschreibt das klassische PodMic mit XLR-Ausgang. Welche Ausführung zum Angebot gehört, siehst du in der Produktbox oben. Viele Amazon-Kunden haben es bewertet.

Dynamisch statt Kondensator: was das bedeutet

Dynamische Mikrofone arbeiten mit einer Membran, die eine Spule im Magnetfeld bewegt. Sie brauchen keine Phantomspeisung und sind weniger empfindlich als Kondensatormikrofone. Für Podcasts ist das meist ein Vorteil:

  • Weniger Raumklang: Hall von kahlen Wänden landet kaum in der Aufnahme
  • Weniger Nebengeräusche: Tastatur, Lüfter oder Straßenlärm treten in den Hintergrund
  • Weniger Übersprechen: Sitzen mehrere Sprecher an einem Tisch, nimmt jedes Mikrofon vor allem seinen Sprecher auf
  • Robustheit: Dynamische Mikrofone gelten als unempfindlich gegen Stöße und hohe Pegel

Die Kehrseite: Dynamische Mikrofone liefern ein leiseres Signal. Dein Interface oder Mischpult sollte genügend rauscharme Verstärkung haben. Moderne Einsteiger-Interfaces wie das Focusrite Scarlett 2i2 4th Gen sind dafür gut gerüstet.

Für Podcasts mit Gästen am selben Tisch ist das ein großer Vorteil. Bei Kondensatormikrofonen hört man in jedem Kanal auch die anderen Sprecher leise mit, was beim Schneiden stört und den Klang verwaschen kann. Dynamische Mikrofone halten die Kanäle sauberer getrennt, sodass du jede Stimme einzeln bearbeiten kannst.

Bauform und Halterung

Die Schwenkhalterung ist beim PodMic fest mit dem Mikrofon verbunden. Du schraubst es direkt auf einen Gelenkarm oder ein Tischstativ und richtest es dann über das Gelenk auf deinen Mund aus. Eine separate Spinne musst du nicht kaufen: Laut RØDE steckt eine Schwingungsdämpfung bereits im Gehäuse, ebenso ein Poppfilter gegen Plopplaute.

Ein beliebter Partner ist der Gelenkarm RØDE PSA1 aus demselben Haus, den RØDE im Datenblatt als passendes Zubehör nennt. Er hält das Mikrofon frei über dem Tisch, sodass du es bequem vor dem Mund platzieren kannst und Stöße vom Tisch nicht direkt übertragen werden. Achte bei anderen Armen auf ausreichende Tragkraft: Mit 937 Gramm ist das PodMic kein Leichtgewicht.

Für die Verbindung zum Interface brauchst du ein XLR-Kabel, sofern es nicht im Lieferumfang enthalten ist – das klärt die Produktbox. Die Ausgangsimpedanz liegt laut Datenblatt bei 320 Ω, die Empfindlichkeit bei −57 dBV – typisch für ein dynamisches Mikrofon, das eher leise Signale liefert.

Klang: typisch für dynamische Sprechermikrofone

RØDE spricht von einer Kapsel in Rundfunkqualität, die auf Sprache optimiert ist. Den Frequenzbereich gibt das aktuelle Datenblatt mit 50 Hz bis 15 kHz an, eine andere Fassung nennt 13 kHz als Obergrenze. Ganz tiefe Bässe und feinste Höhen blendet das Mikrofon also bewusst aus – für Stimmen ist das kein Nachteil. Dynamische Broadcast-Mikrofone klingen typischerweise warm, voll und fokussiert. Je näher du sprichst, desto mehr Bass bekommt die Stimme – das ist der Nahbesprechungseffekt, den Radiomoderatoren bewusst für einen sonoren Klang nutzen.

Für eine gute Verständlichkeit sprichst du aus wenigen Zentimetern Abstand und leicht schräg am Mikrofon vorbei, damit Plopplaute nicht direkt auf die Membran treffen. Der eingebaute Poppfilter hilft dabei, ein zusätzlicher Schaumstoff-Windschutz kann bei sehr explosiver Aussprache weiter helfen.

Wenn deine Stimme dumpf klingt, vergrößere den Abstand ein wenig oder senke die Bässe in der Software leicht ab. Wenn sie dünn klingt, rück näher heran.

Setup-Tipps

Ein typisches PodMic-Setup besteht aus Mikrofon, Gelenkarm, XLR-Kabel, Audio-Interface und geschlossenen Kopfhörern zum Mithören. Stell die Verstärkung am Interface so ein, dass deine normale Sprechstimme kräftig ankommt, ohne bei Lachern zu übersteuern. Phantomspeisung brauchst du nicht – sie kann ausgeschaltet bleiben.

Für Podcasts mit mehreren Sprechern bekommt jede Person ein eigenes Mikrofon und einen eigenen Kanal am Interface. Ein Gerät mit zwei Eingängen reicht für zwei Personen, für größere Runden brauchst du mehr Kanäle.

Für wen lohnt sich das PodMic?

Das PodMic passt zu dir, wenn du Podcasts, Streams oder Voice-over in einem normalen Wohnraum aufnimmst und ein Mikrofon suchst, das Raum und Nebengeräusche weitgehend ausblendet. Mit einem Interface und einem Gelenkarm hast du ein vollwertiges Sprecher-Setup.

Weniger geeignet ist es, wenn du kein Interface kaufen möchtest – dann sind USB-Mikrofone wie das RØDE NT-USB Mini einfacher. Als dynamische Alternative mit Profi-Hintergrund gilt das Shure SM7B, das allerdings noch mehr Verstärkung braucht.

Aktuellen Preis und Verfügbarkeit bei Amazon prüfen*

Häufige Fragen

Braucht das PodMic Phantomspeisung?

Nein. Laut RØDE-Datenblatt ist keine Phantomspeisung nötig.

Kann ich das PodMic per USB anschließen?

Das klassische PodMic hat einen XLR-Ausgang und läuft über ein Audio-Interface. RØDE bietet zusätzlich eine USB-Variante an; welche Ausführung geliefert wird, zeigt die Produktbox.

Brauche ich eine Spinne?

Nein. Schwenkhalterung, Schwingungsdämpfung und Poppfilter sind integriert. Ein Gelenkarm wie der RØDE PSA1 ist aber empfehlenswert.

Wie schwer ist das PodMic?

Laut Datenblatt 937 Gramm. Ein Gelenkarm sollte diese Last sicher tragen können.

Quellen

Mit * gekennzeichnete Links sind Affiliate-Links. Kaufst du darüber ein, erhalten wir eine kleine Provision, für dich ändert sich am Preis nichts. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.

Mehr zum Thema

Nach oben scrollen