Kurz gesagt: Die Edifier MR3 sind aktive 2-Wege-Studiomonitore im Paar mit 1-Zoll-Seidenkalotte, 3,5-Zoll-Tiefmitteltöner und 36 W RMS. Anders als die MR4 bringen sie Bluetooth 5.4 und eine App-Anbindung mit. Für kleine Schreibtische, Podcast- und Einsteiger-Setups sind sie eine naheliegende Wahl.

Steckbrief
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Hersteller | Edifier |
| Bauform | Aktive 2-Wege-Nahfeldmonitore, Paar |
| Treiber | 1 Zoll Seidenkalotte, 3,5 Zoll Tiefmitteltöner |
| Leistung | 36 W RMS (Class-D) |
| Frequenzbereich | 52 Hz – 40 kHz |
| Eingänge | 2× TRS 6,35 mm, Cinch, 3,5-mm-AUX, Bluetooth 5.4 |
| Ausgang | 3,5-mm-Kopfhörerbuchse |
| Gewicht | 3,8 kg (Paar) |
Was sind die Edifier MR3?
Die MR3 sind das kleinste Modell in Edifiers MR-Reihe von Studiomonitoren. Es handelt sich um ein aktives Paar: Ein Lautsprecher enthält Verstärker und Anschlüsse, der zweite wird per mitgeliefertem Lautsprecherkabel angeschlossen. Aufgebaut sind beide als 2-Wege-System mit einer 1-Zoll-Hochtonkalotte aus Seide hinter einem Waveguide und einem 3,5-Zoll-Tiefmitteltöner. Das Gehäuse besteht laut Händlerdatenblatt bei B&H aus MDF.
Studiomonitore sollen möglichst unverfälscht wiedergeben, damit du beim Schneiden oder Abmischen hörst, was wirklich in der Aufnahme steckt. Viele nutzen sie aber auch einfach als Schreibtischlautsprecher. Der entscheidende Unterschied zum größeren Schwestermodell Edifier MR4: Die MR3 haben Bluetooth eingebaut und lassen sich per App einstellen. Viele Amazon-Kunden haben die MR3 bewertet.
Ausstattung und Anschlüsse
Die Anschlussseite ist für die kleine Größe erstaunlich vollständig. Laut den bei B&H gelisteten Herstellerdaten bekommst du:
- Zwei symmetrische 6,35-mm-TRS-Eingänge für Audio-Interfaces
- Ein Paar Cinch-Eingänge (unsymmetrisch), etwa für Mischpult oder Plattenspieler mit Vorverstärker
- Einen 3,5-mm-AUX-Eingang für Laptop oder Smartphone
- Bluetooth 5.4 mit Verbindung zu zwei Geräten gleichzeitig
- Einen 3,5-mm-Kopfhörerausgang
„Symmetrisch“ bedeutet: Das Signal wird über drei Leiter so übertragen, dass Störungen auf dem Kabel sich gegenseitig aufheben. Bei längeren Kabeln zum Interface ist das ein Vorteil. Digitale Eingänge wie USB oder optisch gibt es nicht; ein Computer braucht also ein Audio-Interface, den Kopfhörerausgang oder Bluetooth.
Die Leistung gibt der Titel mit 36 W RMS an, das Datenblatt teilt sie auf je 18 W für den Hochton- und den Tiefmitteltonbereich auf (Class-D-Verstärker). Der Frequenzbereich reicht laut Datenblatt von 52 Hz bis 40 kHz, der maximale Schalldruck liegt bei 92,5 dB, der Störabstand bei 85 dBA. Die Hi-Res-Zertifizierung bezieht sich auf bis zu 24 Bit/96 kHz.
Klang und Raumanpassung
Wir haben die MR3 nicht selbst gehört. Edifier positioniert sie als neutral abgestimmte Nahfeldmonitore, also für einen Hörabstand von etwa einem Meter. In diesem Abstand liefern kleine 2-Wege-Monitore typischerweise ein klares, detailreiches Klangbild. Den Tiefgang begrenzt die Physik: Ein 3,5-Zoll-Tieftöner reicht laut Datenblatt bis 52 Hz, darunter hilft nur ein Subwoofer.
Praktisch für schwierige Aufstellungen sind die Klangregler auf der Rückseite: Der High-Regler hebt oder senkt Frequenzen über 10 kHz um bis zu 6 dB, der Low-Regler den Bereich um 125 Hz ebenfalls um bis zu 6 dB. Stehen die Boxen nah an der Wand, nimmst du den Bass etwas zurück, damit es nicht dröhnt. In der App kommen weitere Einstellungen hinzu, etwa ein Low-Cut, eine Anpassung an den Raum und ein Modus für die Aufstellung auf dem Schreibtisch.
Alltag und Bedienung
Gesteuert werden die MR3 über die Edifier-ConneX-App für Android und iOS. Dort wählst du Klangvoreinstellungen, nimmst die Raumkorrektur vor und steuerst die Wiedergabe, wenn Bluetooth aktiv ist. Weil sich zwei Bluetooth-Geräte gleichzeitig verbinden lassen, kannst du zwischen Smartphone und Tablet wechseln, ohne neu zu koppeln.
Für Produktion nutzt du besser die Kabeleingänge: Bluetooth überträgt mit einer kleinen Verzögerung, die beim Einspielen von Instrumenten oder beim Videoschnitt stören kann. Zum Lieferumfang gehören laut Datenblatt ein Verbindungskabel zwischen den Boxen, ein 3,5-mm-auf-Cinch-Kabel, ein 3,5-mm-Klinkenkabel und das Netzkabel. Die Boxen sind mit etwa 22 × 18 × 12,5 cm klein genug für einen normalen Schreibtisch.
Für eine gute Stereoabbildung stellst du die Lautsprecher so auf, dass sie mit deinem Kopf ein gleichseitiges Dreieck bilden und die Hochtöner etwa auf Ohrhöhe liegen. Kleine Ständer oder schräge Pads helfen, die Boxen anzuwinkeln und vom Tisch zu entkoppeln.
Für wen lohnen sich die MR3 – und für wen nicht?
Sie lohnen sich für Einsteiger in Podcasting, Musikproduktion und Videoschnitt mit wenig Platz, die zusätzlich kabellos vom Smartphone hören wollen. Durch die TRS-Eingänge passen sie direkt an gängige Audio-Interfaces, durch Cinch und AUX auch an Alltagsquellen.
Wer kräftigen Tiefbass für Filme oder elektronische Musik erwartet, stößt mit 3,5-Zoll-Tieftönern an Grenzen und plant besser einen Subwoofer oder größere Monitore ein. Und wer Bluetooth und App gar nicht braucht, bekommt mit den MR4 größere Tieftöner ohne diese Extras.
Alternativen
Ohne Bluetooth, dafür mit 4-Zoll-Tieftönern, gibt es die Edifier MR4. Kompakte Monitore anderer Hersteller sind die PreSonus Eris 3.5 Gen 2 und die M-Audio BX4. Wer eher HiFi-Klang am Schreibtisch sucht, findet passende Modelle bei den Aktivlautsprechern.
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Häufige Fragen
Haben die Edifier MR3 Bluetooth?
Ja, Bluetooth 5.4. Laut Datenblatt lassen sich zwei Geräte gleichzeitig verbinden.
Welche Eingänge haben die MR3?
Zwei symmetrische 6,35-mm-TRS-Eingänge, ein Paar Cinch, einen 3,5-mm-AUX-Eingang und Bluetooth. Dazu kommt ein Kopfhörerausgang. USB oder optisch gibt es nicht.
Was unterscheidet die MR3 von den MR4?
Die MR3 haben einen 3,5-Zoll-Tieftöner, Bluetooth und App-Steuerung. Die MR4 haben einen 4-Zoll-Tieftöner, aber kein Bluetooth.
Eignen sich die MR3 für Musikproduktion?
Für Einsteiger im Nahfeld ja, am besten über die TRS-Eingänge. Bluetooth ist wegen der Verzögerung eher zum Musikhören gedacht.
Quellen
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