Kurz gesagt: Der Polk Monitor XT70 ist das Topmodell der Monitor-XT-Standlautsprecher: zwei 6,5-Zoll-Tieftöner, zwei 8-Zoll-Passivmembranen und ein Hi-Res-Hochtöner. Mit 89 dB Wirkungsgrad und Tiefgang bis 35 Hz eignet er sich für größere Räume und kräftigen Heimkino-Ton.

Steckbrief
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Hersteller | Polk Audio |
| Bauform | Standlautsprecher, passiv |
| Treiber | 1-Zoll-Terylene-Kalotte, 2 × 6,5-Zoll-Tieftöner, 2 × 8-Zoll-Passivmembran |
| Frequenzbereich | 35 Hz–40 kHz |
| Wirkungsgrad | 89 dB |
| Impedanz | für 4- und 8-Ohm-Verstärker |
| Empf. Verstärkerleistung | 25–200 W |
| Maße/Gewicht | 23,5 × 102,7 × 31,8 cm, 15,88 kg |
Was ist der Polk Monitor XT70?
Der Monitor XT70 ist der größte Standlautsprecher der Monitor-XT-Serie von Polk Audio. Mit gut einem Meter Höhe, 23,5 cm Breite und knapp 16 kg Gewicht ist er deutlich kräftiger gebaut als der kleinere XT60. Er ist passiv und wird an einen Stereo-Verstärker oder AV-Receiver angeschlossen.
In den USA verkauft Polk die XT-Standlautsprecher einzeln. Ob hier ein Stück oder ein Paar angeboten wird, zeigt die Produktbox. Weitere Modelle findest du in unserer Kategorie Standlautsprecher.
Ausstattung und Technik
Laut Datenblatt arbeitet der XT70 mit einer 1-Zoll-Hochtonkalotte aus Terylene, zwei 6,5-Zoll-Tieftönern mit bi-laminierter Papiermembran und zwei 8-Zoll-Passivmembranen. Die Frequenzweiche trennt bei 2.700 Hz. Wie die ganze Serie ist der XT70 laut Polk Hi-Res-Audio-zertifiziert.
Passivmembranen sind Membranen ohne eigenen Antrieb. Sie werden vom Luftdruck im Gehäuse bewegt, den der aktive Tieftöner erzeugt, und verstärken so den Bass – ähnlich wie ein Bassreflexrohr, aber ohne Strömungsgeräusche an einer Öffnung. Das ist ein bewährter Weg, aus einem schlanken Gehäuse mehr Tiefgang herauszuholen.
- Frequenzbereich: 35 Hz bis 40 kHz
- Wirkungsgrad: 89 dB
- Für Verstärker mit 4 oder 8 Ohm geeignet, empfohlen 25 bis 200 W
- Maße: 235 × 1026,6 × 317,9 mm (B × H × T), Gewicht 15,88 kg
- Kompatibel mit dem Atmos-Aufsatzlautsprecher MXT90
Gegenüber dem XT60 bietet der XT70 also einen zweiten aktiven Tieftöner und größere Passivmembranen, was mehr Membranfläche für den Bass bedeutet. Zusammen mit dem um 3 dB höheren Wirkungsgrad erreicht er mit gleicher Verstärkerleistung spürbar höhere Lautstärken.
Klang laut Hersteller und typisch für die Bauform
Ein Tiefgang bis 35 Hz ist für einen Standlautsprecher dieser Klasse beachtlich. Für Musik reicht das in den meisten Räumen ohne Subwoofer aus, auch bei Orgelmusik oder elektronischen Bässen kommt viel Fundament an. Im Heimkino lohnt sich ein Subwoofer dennoch für die tiefsten Effekte unterhalb von 30 Hz.
Der hohe Wirkungsgrad von 89 dB bedeutet: Für die gleiche Lautstärke braucht der XT70 nur etwa die Hälfte der Leistung, die ein Lautsprecher mit 86 dB benötigt. Das kommt AV-Receivern entgegen, die im Mehrkanalbetrieb nicht unbegrenzt Leistung pro Kanal liefern. Zwei Tieftöner verteilen die Arbeit, was typischerweise bei hohen Pegeln für mehr Reserven sorgt.
Im Heimkino lohnt es sich, den Lautsprecher nach der automatischen Einmessung des Receivers trotzdem auf „klein“ zu stellen und eine Trennfrequenz um 60 bis 80 Hz zu wählen, wenn ein Subwoofer vorhanden ist. Dann übernimmt der Subwoofer den Tiefbass, der Receiver wird entlastet, und die Standlautsprecher spielen bei hohen Pegeln sauberer. Für reine Stereo-Musik ohne Subwoofer stellst du sie dagegen auf „groß“.
Aufstellung und Alltag
Mit knapp 32 cm Tiefe und rund 16 kg braucht der XT70 einen festen Platz. Halte zur Rückwand mindestens 30 bis 50 cm Abstand und probiere aus, wo der Bass am ausgewogensten klingt. In kleinen Räumen kann ein so tiefreichender Lautsprecher Raummoden – also Dröhnfrequenzen – stärker anregen; dann hilft mehr Wandabstand oder die Einmessung des Receivers.
Für die Verbindung empfehlen sich Lautsprecherkabel mit 2,5 mm² Querschnitt. Wer Atmos ohne Deckenlautsprecher möchte, setzt den Aufsatzlautsprecher MXT90 oben auf.
Ein häufiger Fehler beim Anschließen ist vertauschte Polung. Ist an einem Lautsprecher Plus und Minus verdreht, schwingen die Membranen beider Boxen gegeneinander: Der Bass wirkt dünn, die Mitte zerfließt. Markiere die Adern deshalb beim Abisolieren und kontrolliere beide Seiten noch einmal, bevor du das erste Mal laut aufdrehst.
Für wen lohnt sich der Monitor XT70?
Der XT70 passt zu dir, wenn du ein mittleres bis großes Wohnzimmer hast, Filme mit Pegel genießen willst und eine Stereoanlage auch ohne Subwoofer voll klingen soll. Als Front-Lautsprecher in einem Polk-Heimkino ist er die naheliegende Wahl.
In kleinen Räumen oder wenn Platz knapp ist, ist der XT60 die vernünftigere Option. Und wer die Boxen nah an die Wand stellen muss, sollte die Bassmenge im Blick behalten.
Alternativen
Kleiner und leichter: der Polk Monitor XT60. Als Antrieb für ein Heimkino eignet sich ein 7.2-Receiver wie der Denon AVR-X1800H DAB.
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Häufige Fragen
Was unterscheidet XT70 und XT60?
Der XT70 hat zwei statt einem 6,5-Zoll-Tieftöner, größere Passivmembranen (8 statt 6,5 Zoll), reicht tiefer (35 statt 38 Hz) und hat einen höheren Wirkungsgrad (89 statt 86 dB).
Brauche ich zum XT70 einen Subwoofer?
Für Musik meist nicht. Im Heimkino ergänzt ein Subwoofer die tiefsten Effekte und entlastet Receiver und Lautsprecher.
Wird der XT70 im Paar verkauft?
In den USA einzeln. Was hier angeboten wird, steht in der Produktbox.
Quellen
- Polk Monitor XT60/XT70 Datenblatt (PDF, via audioclub.ro)
- Secrets of Home Theater and High Fidelity: Polk introduces Monitor XT
- Produktangaben bei Amazon
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