Kurz gesagt: Der Fosi Audio V3 ist ein kompakter Class-D-Stereoverstärker mit dem leistungsstarken TPA3255-Chip. Er hat einen Cinch-Eingang, einen Vorverstärkerausgang und tauschbare Operationsverstärker für Bastler. Bluetooth und Klangregler fehlen; er ist als reine Endstufe mit Lautstärkeregler gedacht.

Steckbrief
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Hersteller | Fosi Audio |
| Gerätetyp | Mini-Stereo-Verstärker, Class D |
| Verstärkerchip | Texas Instruments TPA3255 |
| Leistung laut Hersteller | max. 300 W pro Kanal an 4 Ohm (Spitzenangabe) |
| Eingang/Ausgang | 1 × Cinch, Pre-Out |
| Lautsprecherimpedanz | 2–8 Ohm |
| Netzteil | 32 V oder 48 V, je nach Set |
| Besonderheit | tauschbare Op-Amps |
Was ist der Fosi Audio V3?
Der V3 ist Fosi Audios kräftigerer Mini-Verstärker. Optisch bleibt er klein und schlicht, technisch spielt er eine Liga über einfachen Bluetooth-Verstärkern. Er richtet sich an Leute, die passive Lautsprecher mit viel Reserve antreiben wollen, ohne ein großes HiFi-Gerät ins Regal zu stellen. Er bekommt sein Signal von einem Streamer, DAC, Fernseher oder PC und macht daraus Lautsprecherleistung.
Fosi verkauft den V3 in mehreren Sets: mit 32-Volt-Netzteil, mit 48-Volt-Netzteil (auch als GaN-Variante) oder ganz ohne Netzteil. Welche Version dein Angebot enthält, siehst du in der Produktbox. Die Netzteilspannung bestimmt, wie viel Leistung der Verstärker tatsächlich abgeben kann. Daneben gibt es eine Mono-Version, um die es hier nicht geht.
Ausstattung und Technik
Herzstück ist der TPA3255 von Texas Instruments, ein Class-D-Chip, der für hohe Leistungen ausgelegt ist. Fosi wirbt mit bis zu 300 Watt pro Kanal an 4 Ohm; dabei handelt es sich um eine Maximalangabe. Der Fachhändler Audiophonics nennt für die 48-Volt-Version 2 × 225 Watt an 4 Ohm. Beides ist für Wohnräume reichlich.
- Eingang: ein Paar Cinch-Buchsen
- Ausgänge: Lautsprecherklemmen für Bananenstecker oder blanke Kabel, dazu ein Pre-Out
- Lautstärkeregler mit logarithmischer Kennlinie
- Tauschbare 8-Pin-Doppel-Operationsverstärker
- Keine Bass- oder Höhenregler, kein Bluetooth
- Netzteil-Eingang 24 bis 48 Volt
Laut Hersteller liegt der Signal-Rausch-Abstand bei mindestens 110 dB, der Klirr bei 0,003 Prozent und der Frequenzgang bei 20 Hz bis 20 kHz mit ±0,1 dB. Der Pre-Out leitet das Eingangssignal weiter, etwa an einen aktiven Subwoofer. Achtung: Der Lautstärkeregler des V3 wirkt laut Bedienungsanleitung nicht auf den Pre-Out.
Klang: was du erwarten kannst
Fosi verspricht saubere, verzerrungsarme Wiedergabe. Die Messangaben deuten auf einen sehr leisen Grundton hin, also wenig Rauschen bei leiser Musik. Wie der V3 an deinen Lautsprechern klingt, hängt von Boxen, Raum und Quelle ab; wir haben ihn nicht selbst gehört.
Die tauschbaren Operationsverstärker sind ein Bastlerthema: Fosi nennt mögliche Typen wie MUSES02 oder OPA2134. Ob ein Tausch hörbare Unterschiede bringt, ist unter Hörern umstritten. Du kannst den Verstärker aber genauso gut im Auslieferungszustand nutzen.
Alltag und Bedienung
Die Bedienung beschränkt sich auf Einschalten und Lautstärke. Weil es nur einen Eingang gibt, brauchst du bei mehreren Quellen einen Vorverstärker oder Streamer davor. Eine typische Kombination ist ein Netzwerk-Streamer mit Lautstärkeregelung, der dann mehrere Dienste bündelt.
Die Bedienungsanleitung rät, das Netzteil erst einzustecken, wenn alle Kabel angeschlossen sind, und auf die richtige Polung der Lautsprecher zu achten. Einen Plattenspieler kannst du nur mit Phono-Vorverstärker betreiben. Fosi gibt 24 Monate Garantie.
Im Lieferumfang liegt je nach Set das passende Netzteil mit landesüblichem Stecker; Kabel musst du laut Händlerangaben selbst besorgen. Für die Verbindung zu den Boxen empfiehlt sich ordentliches Lautsprecherkabel mit Bananensteckern, das sitzt fester als blanke Litze. Weil das Gehäuse klein bleibt, kannst du den V3 unauffällig neben dem Fernseher, unter dem Schreibtisch oder hinter einem Streamer verstauen.
Ein Tipp aus der Anleitung: Wenn ein Gerät am Pre-Out hängt, regelst du dessen Lautstärke separat. Bei einem aktiven Subwoofer heißt das, Pegel einmal sauber einstellen und dann über den Streamer regeln, der vor dem V3 sitzt.
Für wen lohnt sich der V3 – und für wen nicht?
Er passt gut zu dir, wenn du einen Streamer oder DAC besitzt und dazu eine kleine, starke Endstufe für passive Lautsprecher suchst. Auch für leistungshungrigere Regal- oder Standboxen hat er genug Reserven.
Wer Bluetooth, Klangregler, mehrere Eingänge oder eine Fernbedienung erwartet, wird mit einem klassischen Stereo-Verstärker glücklicher.
Bedenke außerdem, dass ein Verstärker mit nur einem Eingang immer ein Gerät davor braucht, das Quellen umschaltet. Wenn du ohnehin einen Streamer mit Lautstärkeregelung hast, ist das ideal. Fehlt er, kommen Anschaffungskosten und ein weiteres Gerät im Regal dazu, und der Platzvorteil des kleinen Gehäuses schrumpft.
Alternativen
Die einfachere Variante mit Bluetooth und Klangreglern ist der Fosi Audio BT20A. Als passender Zuspieler bietet sich ein Streamer wie der WiiM Pro an, der mehrere Quellen und eine App mitbringt.
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Häufige Fragen
Hat der Fosi V3 Bluetooth?
Nein. Der V3 hat nur einen Cinch-Eingang. Für Bluetooth brauchst du einen externen Empfänger oder Streamer.
Welches Netzteil sollte ich wählen?
Fosi bietet 32 und 48 Volt an. Mit 48 Volt holt der Verstärker laut Herstellerangaben mehr Leistung heraus.
Wofür ist der Pre-Out?
Zum Anschluss eines aktiven Subwoofers, aktiver Lautsprecher oder eines weiteren Verstärkers. Der Lautstärkeregler des V3 wirkt dort laut Anleitung nicht.
Muss ich die Op-Amps tauschen?
Nein. Der Tausch ist eine optionale Bastelmöglichkeit, der Verstärker funktioniert im Auslieferungszustand.
Quellen
- Fosi Audio: V3 Produktseite
- Fosi Audio: Bedienungsanleitung V3
- Audiophonics: Fosi Audio V3
- Produktangaben bei Amazon
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Fosi Audio BT20A: Mini-Verstärker mit Bluetooth und TPA3116
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